Schießstand Action Extreme – Ulfborg 2015

Hallo GearTester,

wir sind zu Gast bei ZEISS, SAUER, BLASER, NORMA und Härkila auf einem der schönsten Schießstände Europas in Ulfborg / Dänemark. Hier findet der passionierte  GearTester alles was sein Testerherz begeehrt.

Und das Beste: Wir dürfen dieses Wochenende die neuesten Spielzeuge dieser Marken auf Herz und Nieren testen.

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Hier ist unser MainSetup:

SAUER 404 – SYNCHRO XT

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ZEISS VICTORY V8 4,8 – 35 x 60

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NORMA – TIPSTRIKE

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Unsere Erfahrungsberichte folgen……..jetzt wird getestet!! 😉

Euer GearTester -Team

One day @ Krieghoff – a day to remember

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Woran erkennt man eigentlich gute Qualität – tausendmal gehört, gelesen, gesehen… und nie wirklich drüber nachgedacht.

Im Rahmen des GearTester Events trafen wir uns mit 7 lustigen Leuten im „fernen“ Ulm und konnten einen Tag die heiligen der Firma Krieghoff besichtigen, bestaunen und die lieben Angestellten ausfragen.

Der sonnige Tag begann auf dem Parkplatz vor dem Gebäude und nach einer kurzen Vorstellungsrunde holte uns ein freundlicher und gut gelaunter Mitarbeiter der Firma ab. Der Tag sollte mit einer Führung durch die Produktionshallen beginnen, so vernahmen wir und als Startpunkt der Führung wurden uns zuerst einmal die fertigen Produkte vorgestellt. Hier gab es alles; Doppelbüchsen, Kipplaufbüchsen, In-Line Repetierer, Bockbüchsen und Flinten, Flinten, Flinten.

Der stets gut gelaunte Krieghoffler Daniel weihte uns in die Vergangenheit, Gegenwart und anvisierte Zukunft der Firma ein und es überraschte mich zu hören, dass der Wachstumsmarkt der Firma aktuell die USA darstellen. Es gehört dort zum guten Ton bei den Wurfscheibenschützen Minimum eine K80 Flinte zu besitzen (um es kurz vorweg zu greifen: Ich kann jetzt verstehen warum). Daniel stellt sich allen Fragen meisterlich und konnte viele interessante Fakten und Antworten liefern.

Zeitgleich zu diesen „FAQs“ durften wir den ersten Kontakt zu den o. g. Büchsen und Flinten aufnehmen. Für viele der Anwesenden Gäste das erste Mal, das ein Krieghoff Produkt aus der Nähe betrachtet und angefasst werden durfte – mich eingeschlossen. Oft schon habe ich vor dem Display der K80 auf der Jagd und Hund gestanden und mit offenen Augen geträumt. Jetzt kam ich dem Ganzen ein riesen Stück näher: Die K80 in diversen Ausführungen – und das auch noch direkt vor mir! Auch die Büchsen „lagen“ toll. Beeindruckend ist es auch, wenn man in die Mündung einer Doppelbüchse einen guten Teil des Zeigefingers versenken kann… Stichwort: 500 N. E. Wahnsinn… Eines haben die Büchsen gemeinsam, durch die Bank sind es Handspanner. Dies gehört zu Krieghoffs Philosophie!

Los ging es durch die Firma. Im Erdgeschoss befand sich die Produktion der K80 und der 1524239_593109357493220_4838730935263534766_oSemprio. Es wird „fast“ alles vor Ort gefertigt. Wir konnten live miterleben wie: Baskülen gefräst, Läufe gerichtet, verlötet und eingepasst werden, Hakenstücken in selbst gebauten Spulen per Induktion erhitzt und Laufbündel eingefasst werden, Oberflächen gesandstrahlt, Metallteile brüniert, Schäfte von 0 auf 100 hergestellt werden. Auch waren wir glorreichen 7 Gäste Ehrengäste auf einer Hochzeit. Ebenfalls wurde extra für eine Überstunde im Bereich „Gravur“ verbracht.

Mit großen Augen lief die Truppe durch die Produktionräume von Krieghoff und Daniel konnte zu jedem bisschen etwas erzählen. Jede Frage wurde beantwortet und die Angestellten nahmen sich stets Zeit uns ihren Produktionsschritt näher zu bringen. Es war auch toll zu sehen, dass es noch funktionierende Mischungen in international produzierenden Firmen aus sehr jungen und

Senioren – Mitarbeitern gibt. Gerade die Kollegen des gehobeneren Semesters sind Meister auf ihrem Gebiet und man kann sofort beim Zusehen ihrer Tätigkeit erkennen, dass sie extrem viel Fingerspitzengefühl haben und sich stark auf ihre Intuition verlassen (können!). Nichts desto trotz verfügt Krieghoff auch über eine moderne QM Abteilung (in der wiederum ein junger Kollege sitzt :-))

10258600_593109324159890_8366110787368237765_oGeflutet von Informationen und Eindrücken verließen wir diesen Schauplatz und es drängte uns, die gewonnen theoretischen Kenntnisse in praktische Erfahrung umzusetzen. Krieghoff war so freundlich und stellte uns den In-Line Repetierer Semprio, sowie die Flinte K80 für das Testing im MSZU zur Verfügung.

Im MSZU ging es kurz zu Stärkung in das Restaurant vor Ort. Es war ausgiebig Zeit Erkundung der Verkaufsräume und oftmals hörte ich: „Davon habe ich schon mal gehört und die (MSZU) haben es!“. Einen „Aha – Effekt“ hatte der Schaukasten der K80 für mich. Hier gab es sämtliche Laufbündelvarianten, mit verschiedene Baskülen und Schaftformen. So kann man sich seine Traum K80 vor Ort konfigurieren.

Anschließend gab es einen Besuch im Schiesskino. Nach einer Einweisung in den In-Line 11312983_593109044159918_6332547956663509536_oMechanismus des Repetierers gab es verschiedene Szenen in der die Waffe getestet werden konnte. Jeder wurde warm – inklusive der Läufe. Zur Verfügung standen die „klassische“ Semprio mit Holzschaft, sowie ein Lochschaft aus Plastik. Der Lochschaft macht bei der Semprio extrem Sinn, da zum Repetieren die Hand nicht vom Hinterschaft gelöst werden muss. Mit vergehen Zeit wurden Sauen schneller und schneller, kein Problem, die Semprio konnte locker mithalten. Limitiert wurde die Geschwindigkeit nur vom Steuermann. Man, das Eisen ist schnell!

Auch folgte hier ein für mich bisher einzigartiges Highlite: Schießen mit einem Big Game Kaliber. Die mächtige .470 NE ließ zum Tanz bitten. Jeder durfte einen Schuss abfeuern.
Ran an die Büchse hieß es. Waffe brechen, einen Schuss in den Lauf fallen lassen. Ich glaube, ich habe noch nie so eine Lange Patrone gesehen. Waffe schließen. Durchatmen. Anschlagen und den Finger an den Abzug legen. Erneut durchatmen. Ein Hippo läuft über den Schirm des Schiesskinos. Ich erfasse das Ziel und erhöhe langsam den Druck auf den Abzug.

Dann bricht die Hölle los…

Pulverdampf, Donnergetöse, Blitze zucken, irgendein Bus streift meine Schulter, Tunnelblick, Höre ich da meinen Namen aus der Ferne?, Luft raus aus dem Körper, Augen krampfhaft offen halten, , Waffe bloß nicht fallen lassen, einatmen, dicke Backen machen, Gott sei Dank war nur ein Schuss geladen, Stimme suchen, versuchen zu sprechen, „Uiiiih“ stammeln, Büchse abgeben, hinsetzen, 3 minus, gerade noch bestanden. Unglaublich.

Verstohlen wandert mein Blick zum Ende der Schlange der Leute die noch schießen wollen und ich überlege, ob ich mich nochmal anstelle…
Dank guter Tipps von Daniel ließ sich die Doppelbüchse von vielen meiner Mitstreiter gut beherrschen… zumindest einmalig.

11222838_593109040826585_4234665910559094264_oNun folgte der etwas dynamischere Teil: Indoor Wurfscheiben @ MSZU mit der Krieghoff K80. Zur Auswahl standen 3 Flinten in 2 Varianten: Die K80 Sporter, sowie 2x Parcour. Auch hier wurde Schritt für Schritt der Anspruch an den Schützen gesteigert und die K80 folgte bereitwillig jeder Bewegung des Schützen… sei es jetzt zum Vorteil oder Nachteil der Taube. Die Flinten lagen gut und satt in der Schulter. Perfekt ausbalanciert. Auch waren deutlich die Unterschiede zwischen den 2 Modellen zu „spüren“, besonders im Schwungverhalten. Überzeugt haben beide Modell ohne Wenn und Aber. Ca. 650 Schuss später war Hahn in Ruh – von mir an dieser Stelle ein dickes LEIDER!
Ich hätte die ganze Nacht weiter machen können. Daniel überzeugte an dieser Stelle übrigens nicht nur durch theoretische Kenntnisse, sondern auch durch Können. Chapeau Herr Daniel, chapeau!

Der tolle Tag fand seinen Ausklang auf der Terrasse des MSZUs‘ bei einem kühlen Getränk und einem leichten und kurzem Regen der jedoch keinen interessierte. Kein Mundwinkel war unten, oft konnte ich bei meinen Mitbesuchern tagträumende Augen sehen, die dass, was passiert war, erneut Revue passieren ließen.

Woran erkennt man gute Qualität?

Meine Antwort: Ganz einfach – am Namen.

Krieghoff habe ich an diesem Tag nicht als reinen Waffenhersteller kennengelernt, sondern als Manufaktur. Sie fertigt Träume aus Holz und Stahl auf höchstem Niveau.

Vielen Dank Daniel für deine Betreuung. Vielen Dank Peter für deine Unterstützung und auch vielen Dank Ralf für deinen Support. Vor allem: Vielen Dank Krieghoff und an das MSZU in Ulm für einen Tag voller einmaliger Eindrücke!

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Sex auf dem Hochsitz

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Laut einer Umfrage träumen 15 Prozent der Menschen vom Sex auf dem Hochsitz!

„So richtig lebendig macht der Wald aber leider nur noch wenige. Neben den sonntäglichen Spaziergängern, natürlich auch die Pfadfinder oder diejenigen, die gerne Bäume umarmen. Aber auch immerhin 15 Prozent der Menschen, die für einen Quickie in den Wald gehen. Genauer gesagt: auf einen Hochsitz.“

Den Ganzen Artikel findet ihr hier: Süddeutschen.

Unsere Meinung ist klar. Solange der Hochsitz für die eigentliche Zweckerfüllung nicht andauernd belegt ist, sollen diese 15 Prozent der Menschen ihren Träumen gerne nachgehen! Aber bitte wieder sauber machen ;-)!

Mauser Fan Days – Die Gewinner stehen Fest

Mauser Fan DayAuf die Mauser Fan Days am 3. Juli dürfen sich folgende GearTester  freuen:

  • Christof Sander
  • Malte Anslem Beyer
  • Johannes Jäger
  • Sandro Mul
  • Jan Dirk Kösters

Die Gewinner werden in den nächsten Tagen noch mal persönlich von uns kontaktiert.
Alle Einzelheiten zum Nachlesen findet ihr hier: http://blog.geartester.de/?p=624

GearTester gratuliert allen Gewinnern und freut sich auf ein grandioses Event!!!

Mit dem Quadrocopter auf der Pirsch

Das der Quadrocopter besondere Dienste zur Kitzrettung vor der ersten Wiesenmahd leistet, ist ja bereits bekannt. Einen Testbericht dazu lest ihr unteranderem hier.

Doch dieses Video zeigt, dass es noch weitaus mehr Möglichkeiten mit dieser kleinen Drohne gibt.

Run Rabbit Run!

Dieser Schneehase zeigt wirklich allen Mut und überwindet ohne Probleme die heranrasende Lawine. Eine tolle Aufnahme und wieder einmal beeindruckende Bilder von Mutter-Natur! Das teilen wir gerne!

Mauser Fan Day

Moin Moin GearTester,

Wir möchten euch auf den Mauser Fan Day am 3. Juli in Isny aufmerksam machen und gleichzeitig 5 der limitierten Teilnahmeplätze an euch verlosen.

Was Ihr dafür tun müsst? Ganz einfach unseren Facebook-Post liken und schreiben warum gerade ihr beim Mauser Fan-Day dabei sein müsst!

Ganz im Zeichen von Geartester zaubert Mauser ein exklusives Marken- und Produkterlebnis aus dem Hut.

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Das Programm im Überblick:

– Schießen im Schießkino (inkl. Nachweis für Drückjagden)

– 100m Schießen mit Wettbewerb und hochwertigem Preis

– Testen aller Mauser Produkte inkl. der neuen Mauser M98 Magnum

– Besichtigung des neu eröffneten Mauser Showrooms

– Kleine Werksbesichtigung

Folgende Dinge sind noch wichtig: 
Teilnehmen kannst du nur, wenn du einen gültigen Jagdschein besitzt.
Außer der An- und Abreise entstehen keine weiteren Kosten.

Ob du dabei bist, erfährst du von uns bis zum 19. Juni 2015!

Wir wünschen Euch viel Glück!
Euer GearTester Team!

 

 

Bogenjagd – Nichts für schwache Nerven

!!!Achtung!!! Wir empfehlen unseren Lesern die kein Blut sehen können, sich folgendes Video nicht anzuschauen!


Die Bogenjagd gehört zu einem heiß diskutierten Thema und ist in Deutschland verboten. In Amerika jedoch zählt die Bogenjagd zu einem festen Bestandteil der jagdlichen Kultur und findet trotz vieler Vorurteile großen Zuspruch.

Das ein gut platzierter Pfeil einem Gewehrgeschoss aber in keinster Art und Weise nachzustehen hat, beweist das folgende Video eindrucksvoll:

Weiter Infos zur Bogenjagd und der aktuellen rechtlichen Situation findet ihr auf der Seite des Deutschen Bogenjagd Verbands e.V. .

 

Pistole aus dem 3D-Drucker: SOLID CONCEPTS M1911-DMLS

Das Unternehmen SOLID CONCEPTS aus Texas/USA stellt mit der 1911-DMLS die erste halbautomatische Pistole vor, die im 3D-Druck-Verfahren aus Metall hergestellt wurde. Ist dies eine neue Ära für die Waffenindustrie und das Aus für Waffenverbote? all4shooters.com hat sich diese bahnbrechende Innovation für Sie angesehen.

Jeder, der die Fachpresse und die Nachrichten aufmerksam verfolgte, wird sicherlich die Aufregung um „gedruckte“ Waffen und Waffenteile mitbekommen haben. Der Hersteller Defense

SOLID CONCEPTS M1911-DMLS: Die Pistole aus dem 3D-Drucker wurde unter Einhaltung aller staatlichen Gesetze und Auflagen hergestellt.

SOLID CONCEPTS M1911-DMLS: Die Pistole aus dem 3D-Drucker wurde unter Einhaltung aller staatlichen Gesetze und Auflagen hergestellt.

Distributed präsentierte als Erster eine in Kunststoffdruck gefertigte Waffe, die „Liberator“. Die einschüssige Pistole basiert auf der Adaption des historischen Vorbildes FP-45, einer blechgeprägten Partisanenpistole aus dem 2. Weltkrieg.

Kurz nach der Veröffentlichung der Pläne im Internet wurde Defense Distributed vom US State Department dazu gezwungen, ihre Internetseite abzuschalten und den Vertrieb der für den Nachbau notwendigen CAD-Zeichnungen einzustellen. Trotz dieses Verbotes und den folgenden Versuchen von anderen Regierungen und NGOs, sowohl Baupläne als auch Information über die Produktionstechnologie zu unterdrücken, kursieren die Baupläne weiter im Internet und sind für die breite Öffentlichkeit zugängig. Infolge dieses ersten Projektes hat sich in den USA ein Trend entwickelt, Waffen und wesentliche Waffenteile für den Eigengebrauch im Polymerdruckverfahren herzustellen und auch in anderen Ländern zeigt sich der Wunsch der Bevölkerung, die vom Staat verordnete Entwaffnung der Bürger durch Produkte aus dem eigenen Drucker zu unterwandern. So schürte eine erst kürzlich in Manchester (England) entdeckte „Waffendruckerei“ bei Politikern die Angst vor der weiteren Verbreitung von Waffen in der Zivilbevölkerung.

Dank des Unternehmens SOLID CONCEPTS INC. hat das Buch: „Wie Waffenverbote im Angesicht der modernen Technik versagen“ nun ein neues Kapitel bekommen.

Das junge, aufstrebende Unternehmen aus Austin, Texas  hat sich auf die rapide Produktion von Prototypen und Einzelstücken spezialisiert und nutzt dazu die neuesten 3D-Druckverfahren, unter anderem Stereo-lithographie, 3D-Farbdruck, selektives Laser Sintern (SLS), 3D-Metalldruck, Fused Deposition Modelling (FDM) und traditionelles CNC-Fräsen sowie Polymer-Guss.
Am 7. November 2013 stellte SOLID CONCEPTS nun mit der M1911-DMLS die erste in Ganzmetall-druck hergestellte Waffe vor.

Im Gegensatz zu Defense Distributed geht es SOLID CONCEPTS nicht um die Diskreditierung des vorherrschenden Waffenkontrollwahns unserer modernen Gesellschaft.

Der eingesetzte Maschinenpark und das zur Herstellung notwendige Wissen sind aufgrund des Preises und notwendigen Aufwandes für Privatpersonen unattraktiv. Vielmehr soll anhand eines Beispiels gezeigt werden, dass sich die Vorurteile gegenüber Funktion und Haltbarkeit von in 3D-Drucktechnik hergestellten Werkstücken durch Schaffung eines höchst belasteten, komplexen Produktes widerlegen lassen. Oder, um es ganz einfach zu sagen: Man will klarstellen, dass der 3D-Druck zu mehr taugt als der Herstellung von nicht funktionalen Modellen und Yoda-Büsten.

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Außer dem Federsatz werden alle Metallteile der 3 Waffe aus dem 3D-Drucker im DMLS-Verfahren hergestellt

Das 1911er-System wurde als technologischer Demonstrator ausgewählt, da es auf Grund der mehr als 100-jährigen Dienstzeit und einer weiten Verbreitung die direkte Vergleichs-möglichkeit mit traditionell hergestellten Produkten ermöglicht. Auch wird die Lizenzfreiheit nach Auslaufen der Muster- und Patentrechte sicherlich keine unerhebliche Rolle gespielt haben.

Besteht nun das gedruckte Produkt den Vergleichstest mit den auf traditionelle Weise hergestellten Konkurrenten, so kann man nicht deutlicher zeigen, dass der 3D-Druck in den Händen eines fähigen Unternehmens eine potente und vielseitige Technologie ist.

Betrachten wir einmal den Herausforderer:

Die 1911-DMLS besteht aus 33 Einzelteilen. Der dafür verwendetet Werkstoff ist eine Mischung aus 17-4 rostfreiem Stahl und INCONEL 625, einer Nickel-Chrom Legierung. Die Herstellung erfolgt in einem, als selektives Laser-Sintern (Direct-Metal-Laser-Sinterizing, DMLS) bezeichneten Prozess.

Dabei wird nach einem 3D CAD Modell durch einen 200-Watt Ytterbium Laser metallisches Pulver in 20 Mikrometer dicken Schichten aufgetragen und verschweißt. Das DMLS erlaubt somit als generatives Schicht-bauverfahren die Herstellung von komplexen Werkstücken ohne Werkzeuge oder spanhebende Prozesse. Die Herstellungszeit beträgt von der CAD-Zeichnung bis zum fertigen Werkstück nur wenige Stunden und auch komplexe Strukturen sowie ein glattes Oberflächenfinish stellen keine Herausforderung dar.

Für die Griffschalen wurde ein anderes Herstellungsverfahren gewählt. Die Produktion erfolgte durch Lasersinterung eines Carbonfaser-Nylon Polymers. Die einzigen Teile der M1911-DMSL, die nicht durch SOLID CONCEPTS gedruckt, sondern auf dem freien Markt bezogen wurden, sind die enthaltenen Federn sowie das Magazin. Die Federn sind als standardisierter Satz von mehreren Herstellern erhältlich und wurden auf dem freien Markt bezogen. Als Magazin eignet sich jedes handelsübliche oder bereits beim Kunden vorhandene Magazin, das nach M1911-A1 Standard gefertigt und  für sieben oder acht Schuss .45 ACP ausgelegt ist.

Das Konzept einer in 3D gedruckten, metallischen Waffe kann mit Fertigstellung des Prototyps als voller Erfolg gewertet werden.
Es wurde nicht nur gezeigt, dass eine solche Waffe mit den derzeit existierenden Technologien gebaut werden kann, sondern es wurden sogar in ersten Tests bis zu 50 Schuss .45 ACP in handelsüblichen Laborierungen ohne Störungen oder Schäden an Waffe und Schützen abgegeben. Dabei verkraftete die M1911-DMLS von SOLID CONCEPTS auch Maximalladungen mit bis zu 20.000 PSI Druck ohne Schäden.

Mit der M1911-DMLS hat SOLID CONCEPTS nicht nur Neuland im Herstellungsverfahren betreten. Sondern man ist damit auch zum einzigen, staatlich lizensierten Waffenhersteller geworden, der die 3D-Drucktechnik beherrscht und Waffen landesweit an Kunden vertreiben darf. Sollte ein Kunde nun Waffenteile oder eine komplett neue Waffe benötigen, so kann die Firma bei Vorliegen einer 3D-Zeichnung innerhalb von 5 Tagen die benötigten Werkstücke herstellen.

Dieses Beispiel zeigt auf, dass die Anwendung des 3D-Druckes eine neue Ära für die Waffenindustrie einleiten kann. Dieses neue Verfahren bietet einen Weg, sowohl wesentliche Bauteile als auch Prototypen unkompliziert herzustellen und auf Schwankungen in der Nachfrage schnell  zu reagieren. Die Serienproduktion bietet zudem Kostenvorteile gegenüberder traditionellen, spanhebenden Herstellung.

SOLID CONCEPTS: In den bisherigen Tests widerstand die M1911-DMLS Pistole Maximalladungen mit bis zu 20.000 PSI Druck.

SOLID CONCEPTS: In den bisherigen Tests widerstand die M1911-DMLS Pistole Maximalladungen mit bis zu 20.000 PSI Druck.

Ein weiterer Aspekt ist natürlich die Auswirkung auf die weltweiten Bestrebungen nach Waffenverboten. Während es in vielen Bundesstaaten der USA erlaubt ist, Waffen für den Eigengebrauch herzustellen, herrscht in anderen Ländern ein Totalverbot oder eine strikte staatliche Kontrolle. Kriminelle Organisationen haben diese Kontrolle immer wieder unterwandert und die gesetzestreuen Bürger sehen sich unbewaffnet den Gewalttaten dieser Verbrecher ausgesetzt. Die immer weiter um sich greifende Verfügbarkeit der 3D-Drucktechnologien erlaubt den Bürgern nun, sich im Notfall zu bewaffnen um Kriminellen oder totalitären Regimen effektiv Widerstand leisten zu können. Die Unterdrückung der Technologien oder Baupläne ist, wie das Beispiel der „Liberator“ zeigt, illusorisch.

Es ist nun an der Zeit, dass Waffenverbotsorganisationen und andere Traumtänzer weltweit umdenken. Die Entwaffnung der Kriminellen war bereits vor Beginn des Versuches gescheitert, die Entwaffnung der gesetzestreuen Bürger wird mit der Verbreitung der 3-D Drucktechnologien auch weiterhin illusorisch sein. Vielmehr sollte auch in Europa dem Wunsch der unbescholtenen Bürger nach Mitteln zu Selbstverteidigung Rechnung getragen und stattdessen die Verbrechensprävention intensiviert werden.

Ein GearTester Beitrag von: all4hunters

Forschungsbericht (bleifrei vs. bleihaltig)

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Das Thema der bleifreien Büchsenmunition begleitet uns nun schon seit geraumer Zeit und bietet immer noch eine große Diskussionsgrundlage.

Im beigefügten Forschungsbericht der Universität für Bodenkultur Wien kommt man zu folgendem Schluss:

… ergab keinen Hinweis dafür, dass das Geschossmaterial (bleifrei vs. bleihaltig) einen signifikanten Einfluss auf die Fluchtstrecke, die Schweißfährte oder die Beurteilung der Wildprets hatte.“ 

Wir werden das Thema natürlich weiter verfolgen und berichten.
Habt ihr Erfahrungen mit bleifreier Büchsenmunition? Dann teilt diese mit uns auf GearTester.de